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100% Arabica

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Credits

Titel: 100% Arabica

Produktionsland: Frankreich; Belgien; Schweiz

Erscheinungsjahr: 1997

Format: 35 mm

Farbe: Farbe

Sprachfassung: OF m. engl. UT

Länge: 85 Minuten

Regie: Zemmouri, Mahmoud

Drehbuch: Zemmouri, Mahmoud; Attias, Marie-Laurence

Kamera: Vicquery, Jean-Claude; Véry, Noël

Schnitt: Tobni, Youcef

Ton: Bonfanti, Francis

Darsteller: Khaled, Cheb; Khelifati, Mohamed

Inhalt

Die algerischen Musiker Khaled und Cheb Mami, die in dieser mit Rai und Rap gespickten Komödie Hauptrollen spielen, haben auf ihre Gagen verzichtet, um diesen Film zu verwirklichen, in dem die Frage gestellt wird: Was ist ein 100%iger Araber? Für Slimane, den erzreaktionären, fundamentalistischen, selbsternannten Chef eines vorwiegend von Afrikanern und Arabern bewohnten Pariser Stadtviertels, ist die Frage schnell beantwortet: Ein 100%iger Moslem ist einer, der weder Rai noch Rap noch sonstiges Teufelszeug hört. Wer ins Paradies will, trägt das traditionelle Gewand Gallabea statt Markenjeans und hört Kassetten mit Predigten des Imam statt Raubkopien der lokalen Musikgrößen. Und so wendet Slimane auch schon mal Mafiamethoden an, um die vermeintlich dem Sittenverfall preisgegebenen BewohnerInnen des Viertels, in das sich nicht einmal mehr die Polizei traut, wieder auf Linie und in die Moschee zu bringen. Denn sein Gebetshaus hat wenig Zulauf, aber das will Slimane durch einen Deal mit dem korrupten Bürgermeisterkandidaten ändern. Sein Plan scheint aufzugehen, als sein Hauptgegner, der Jugend-Star des Viertels Rachid (gespielt von Khaled) Konkurrenz bekommt von Cheb Krimo (gespielt von Cheb Mami), einem neu zugereisten Sänger, dem „King of Rai". Die Entscheidung fällt - wie könnte es anders sein - während eines Konzerts in einem spektakulären Showdown... In einer Nebenrolle ist übrigens auch Mohamed Camara zu sehen, bekannt als Regisseur preisgekrönter Kurzfilme wie Denko und Minka sowie von Dakan, dem ersten Spielfilm über Schwule in Afrika.



 

Titelbild:  The Western Sahara international film festival © FiSahara | Alberto Almayer